Astronomische Vereinigung Rottweil e.V.

        (ueberregionaler Verein fuer die Region Schwarzwald-Baar-Heuberg)


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Gerhard Schneckenburger






Astrofotografie
Schwerpunkt Planeten







Gerhard Schneckenburger/04.02.2018

Tja, wie kam ich zur Astronomie?

Ich denke, das Interesse an den Sternen und was um uns herum vorgeht, liege bei meiner Familie in den Genen. Mein Großvater, mütterlicherseits, war Lehrer und hat schon in den 1930ern einen Newton-Spiegel selber geschliffen. So, wie meine Mutter später gesagt hat, hat das aber nie richtig funktioniert. Dann, in der nächsten Generation hat sich gezeigt, dass mein Onkel ebenfalls ein Faible für Astronomie hatte.
Die SoFi 1999 haben wir zusammen in Esslingen a.N. angeschaut. Leider hatte es viele Wolken.

So, und heute bin ich dran.

Als junger Bursch, damals war ich ca. 10 Jahre alt, habe ich ein Fernglas bekommen. Angeschaut habe ich damals alles. Flugzeuge, Wolken, Mond und die Sterne. Etwas später hat auch mein Bruder ein Fernglas geschenkt bekommen. Da kam ich auf die Idee, wenn man beide Ferngläser hintereinander hält, also das Okular an das Objektiv des anderen Glases, müsste man mehr sehen.
Flugs hatte ich mir aus Holz ein Gestell gebaut, ähnlich einer azimutale Montierung , die beiden Ferngläser habe ich darauf mit Gummi befestigt. Gut, das Scharfstellen war nicht ganz einfach. Aber, ich habe schon damals damit die Venus als klitzekleines Scheibchen in Dichotomie gesehen. Ich war begeistert.

Dann habe ich einen alten Fotoapparat, bei dem man oben auf eine Mattscheibe schauen konnte, an dem vorderen Fernglas mit Klebeband befestigt und auf die Sonne gehalten. Natürlich ohne Filter. Hat aber funktioniert. Sonnenflecken konnte ich keine sehen, dafür war Mattscheibe zu grob, vielleicht auch die Sonne zu hell. Interessant war, wie schnell die Sonne aus dem Gesichtsfeld lief. Gut war, die Ferngläser haben’s überlebt, Augen und Foto auch.

Zu meiner Konfirmation habe ich dann etwas Geld bekommen und mir davon einen Newton 4,5“ f=900mm der Marke Quelle gekauft. Super das Teil. Toll war auch, dass es um unser Haus herum in Hard bei Schramberg stockdunkel war. Damals wurde mir gar nicht bewusst wie kostbar dieses war.
Es gab weit und breit keine Straßenlampen.
Noch gut erinnern kann ich mich daran, als ich morgens um 3 Uhr mein Teleskop im Hausflur aufstellte und zur Haustüre hinaus auf Saturn gehalten habe. Das Bild habe ich bis heute nicht vergessen.

Ja, dann kam Freundin, dann Familie, dann Haus dann Tochter und Astronomie ließ immer mehr nach und schließlich hatte Astronomie Ruhe. Bis 2009. Da habe ich mit einem GSO 8“/F5 Newton und einer HEQ-5 wieder angefangen. Die HEQ-5 war aber für das was ich machen wollte zu wackelig. Ich habe diese dann durch eine Losmandy G11 mit FS-2 ersetzt. Ebenso habe ich den GSO Newton durch einen TS ONTC 8“ F5 ersetzt. Die G11 steht auf einem super stabilen Holzstativ von Berlebach.
Mit meiner Ausrüstung, so ca. 70kg, bin ich nur mobil unterwegs. Meist auf der Schwäbischen Alb bei Böttingen.

Mein Schwerpunkt momentan ist die Fotografie von Planeten und Mond sowie visuell spechteln. Leider komme ich nicht so oft dazu wie ich es gerne hätte. Aber mal sehen was noch kommt…



Aufnahmeequipment

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Beobachtungsplatz bei Böttingen

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Beobachtungsplatz Balkon

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