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  eine kosmische Qualle, IC 443 im Sternbild Zwillinge vom 13.11.2010

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(TMB Apo 80/480, EOS 40d, IDAS 10x10 min)

Durch klicken auf das Bild oeffnet sich die seitlich nicht beschnittene groessere Version mit 2000 Pixel


Version a


wenn ich den Hintergrund etwas absenke sieht das Bild zwar schoener aus, verliert aber vor allem in der Umgebung der Qualle an Strukturen siehe hier:


Der Quallennebel auch oder Jellyfish Nebula
ist der blasenartige Rest einer Supernova, also eines explodierten Sterns, welcher vor ca 30.000 Jahren ausbrannte und seine
Gashuelle in einer gigantischen Explosion
ausstiess waehrend der innere Kern zu einem extrem dichten Neutronenstern zusammensackte

die Ausdehnung betraegt 50x40' und der Abstand zur Erde 5000 Lj
(~51016 km)

der helle Stern oben links ist M-Geminorum, unten ist Eta Geminorum

der Quallennebel ist sehr lichtschwach (m12) und desshalb schwierig aufzunehmen, 
=> fuer ein gutes Bild waeren also viel mehr Aufnahmen und moeglichst an einem besseren Beobachtungsort erforderlich gewesen,
daher das Bildrauschen, bin aber froh, dass ich das Objekt zeigen kann




   Aufnahme:
- Ort: Spaichingen 680m / Wuerttemberg, Garten

- Datum: 13 auf 14.11. 2010 1:00 - 5:20 MESZ, Seeing: gut, Temp. 6C

- Optik: Refraktor TMB Apo 80/480 + TMB-WO-Flattner -> Brennweite 480 mm
auf GP-D2-Montierung

- Kamera:
EOS 40D (modifiziert) , Farbtemperatur 5100K, Filter IDAS-LP2-FF, Timer Software (Peter Knappert)

- Belichtungszeit: 1h 40 min bestehend aus 10 Aufnahmen a. 10 min, ISO 1000
interner Dark, => Ausloesezeit = 3 h 20 min
+ 1 Flat

- Nachfuehrung: OAG, DMK31 und Guidemaster

- Bildbearbeitung:
- gestackt und bearbeitet in PS CS4



   zur Aufnahme:

am Samstagabend nach den Astrostammtisch in Rottweil war seit laengerem wieder mal eine gute Sternsicht,
der Halbmond war zwar noch am Himmel, ging aber gegen Mitternacht unter,
fuer die folgenden Tage war schlechtes Wetter angesagt, so entschloss ich mich doch noch zu fotografieren
und baute gegen 24 Uhr noch das Tele in Garten auf.

Eigentlich wollte ich den Hexenkopfnebel im Sternbild Orion aufnehmen,
bei Probeaufnahmen war statt einem grauen Nebel, nur rote Schimmer auf den Aufnahmen,
es dauerte etwas bis ich bemerkte, dass sich das Objekt hinter duennen Zweigen von Nachbars Baum befand.

Nun musste ich die Aufnahmen abbrechen und habe so ueber eine Stunde der sehr kostbaren Beobachtungszeit verloren:-(

Dann habe ich auf IC 443, welcher sich deutlich naeher im Zenit befindet, umgeschwenkt.



Meine Bilder, welche ich mit dem TMB erstellt habe, hatten bisher immer unrunde Sterne in den Ecken,

Ursache: beim TMB muss der Abstand Flattner- Kamera groesser als beim FLT sein
                Abhilfe: habe den TMB abgedreht und die Abstaende zwischen Flattner und OAG nochmals geaendert, siehe hier

 
weitere Info aus dem Internet zu IC 443

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