zu DeepSky                                       Gerhard Neininger
 
Eulenhaufen im Sternbild Kassiopeia vom 23.10.2011
 
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(FLT 110/770, EOS 40d, IDAS Filter 3x15 min)

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zwei schoene Sternhaufen, rechts 
der Eulenhaufen NGC 457, links NGC 436


der Eulenhaufen wird selten gezeigt, in unmittelbarer Naehe befindet der beruehmte Doppelsternhaufen H & Xi
der ihm die Schau stiehlt:-(



NGC 457
ist ein
wunderbarer offener Sternhaufen unten im Sternbild Kassiopeia - mit NGC 436 bildet er schoenes Paar:-)
er zaehlt zu den hellsten Sternhaufen im Sternbild Cassiopeia und zu den hellsten offenen Sternhaufen, die nicht im Messier-Katalog aufgefuehrt sind. Aufgrund seines Aussehens wird der Sternhaufen auch mit den Spitznamen Eulenhaufen oder ET-Haufen betitelt. Der hellste und dominierende Stern ist Phi Cassiopeiae, weswegen der Haufen gelegentlich auch als Phi-Cassiopeiae-Haufen bezeichnet wird. Zusammen mit Phi Cassiopeiae sticht HD 7902 deutlich hervor und die beiden Sterne bilden zusammen die "Augen" des Haufens. Allerdings handelt es sich wahrscheinlich sowohl bei Phi Cassiopeiae als auch bei HD 7902 um Vordergrundsterne und nicht um tatschliche Mitglieder des Sternhaufens.

Durchmesser von 13'
scheinbare Helligkeit von +6,4 mag
etwa 9.000 Lichtjahre von der Erde entfernt
die Ausdehnung des Sternhaufens wird auf ungefähr 30 Lichtjahre
sein Alter auf rund 20 Millionen Jahre geschaetzt
NGC 457 wurde am 18. Oktober 1787 von Friedrich Wilhelm Herschel entdeckt


NGC 436
ist ein offener Sternhaufen im Sternbild Kassiopeia
Winkelausdehnung von 5'
einer scheinbaren Helligkeit von 8,8 mag
er wurde am 3. November 1787 von dem deutsch-britischen Astronomen Friedrich Wilhelm Herschel entdeckt

Quelle: Wikipedia



Aufnahme:
- Ort: Spaichingen 680m / Wuerttemberg
- Datum: 23.10.2011 23:45 - 1:00 Uhr MESZ, Seeing: gut, Temp. (-1°C) BLZ: 3x15 min

- Optik:
Refraktor WO-FLT Apo ø 110/770 + WO-TMB-Flattner auf GP-D2-Montierung

- Kamera: EOS 40D (modifiziert) , Farbtemperatur 5100K, ISO 800, IDAS-Filter, int. Dark, Timer Software (Peter Knappert)

- Nachfuehrung: OAG, DMK31 und PHD

- Bildbearbeitung:
- gestackt und bearbeitet in PS CS4, Gradienten erstmals in Regim

 

weitere Info aus dem Internet zu  NGC457   NGC436

zur Galaxienseite


zur Aufnahme:
als ich am Sonntagabend nach einem Konzert um 20:30 Uhr nach Hause kam war es bei uns nach laengerer Dunstphase
endlich wieder eine klare Nacht, der Mond war weg, so entschloss ich mich wiedermal eine Aufnahme zu starten:-)

in dieser Nacht lief einiges schief:
obwohl ich die 300mm lange
Sauelenverlaengerung auf dem Stativ, sowie ein 50mm Distanzstueck im Kopf der
Montierung eingebaut hatte,
hatte ich Probleme auf das Objekt, das nahe dem Zenit stand zu fahren,
da die EOS an der Sauelenverlaengerung anstand,
in
Ostlage der Montiereung war das zwar ok, jedoch waere auch da nach ca 1h Schluss gewesen,
so habe ich doch auf
Westlage umgeschwenkt, bin da aber noch nicht ans Objekt gekommen und musste ueber 1h warten
bis ich einstellen konnte, so vergingen ueber zwei wertvolle Stunden von diesem tollen Sternenhimmel -ungenutzt:-(

gegen 1Uhr ging ich in's Bett und stand um 3 Uhr zum Batteriewechsel der EOS auf,
leider herrschte nun extrem dichter Nebel, das Tele war teilweise vereist, die Optik war dank Taukappenheizung frei,
die Aufnahmen nach 1:15 Uhr waren nicht zu gebrauchen, so dass ich nur drei Aufnahmen hatte,

beim Betrachten der Bilder stelle ich noch
unrunde Sterne durch Bildfeldrotation fest,
wie ich erst viele Tage spaeter feststellte war die Ursache eine stark verdrehte Skala des Polsuchers:-(


-> Astrofotografie ist ein Hobby mit hohem Frustrationsanteil