zurueck                                                                                                                                                                                                          Stand 25.01.2018
Astronomie  Gerhard Neininger
astronomischer Werdegang

seit 2009 pflege ich die neue Homepage der
Astronomische Vereinigung Rottweil e.V  "astronomie-rw.de"


ueber mich:

mein Name ist Gerhard Neininger, geboren am 30.06.1945 in Voehrenbach (Schwarzwald), Beruf Elektrotechniker

im Alter von ca. sieben Jahren schaute ich mit einem Fernglas auf den Mond, seither bin ich infiziert,
die Sonnenfinsternisse vom 30. Juni 1954 und vom 20. Juni 1955 habe ich zusammen mit meinem Vater durch ein mit einer Kerze angerusstes Glasstueck beobachtet, (Achtung, nicht geeignet, Erblindungsgefahr!
Nur mit geeignerter SoFi-Brille in die abgedunkelte Sonne blicken!)

alles was mit Astronomie und Raumfahrt  zusammenhaengt hat mich interessiert,
das Apollo- Raumfahrtprogramm bis hin zur Mondlandung  habe ich
life im Fernsehen verfolgt,
Astronomische Sendungen habe ich immer in mich hineinverschlungen

1989 besuchte ich eine Vorfuehrung im Planetarium Kufstein

1991 Besuch einer Astronomieausstellung in Spaichingen,
   wo mir ein Buch empfohlen wurde, welches mich mehr abschreckte als animierte, da es so hochgestochen geschrieben war,
   eine einfache drehbare Sternkarte waere geeigneter gewesen

1999 Kauf eines gebrauchten Fernrohres Celeston C8 auf einer Vixen-SP-DX Montierung
   Optik und Monierung waren in einem desolaten Zustand,
   wobei mein Astronomiefreund Peter Knappert mit Rat und vor allem mit Tat unterstuetzte

das Problem war, dass ich nur wenige Objekte am Himmel kannte und diese sehr schlecht im Teleskop fand,
   da kein Finder montiert war,
   so beschränkten sich meine Beobachtungen meist auf Mond, Saturn und den Jupiter“

mit der Anschaffung einer drehbaren Sternkarte, eines Sternenatlas und des Telradfinders
   bekam ich mindestens die einfachsten Objekte ins Gesichtfeld,
   wobei ich die meisten Objekte immer noch sehr schwer finden konnte

erst durch den Kauf des Astro-Computers NGC-miniMAX  mit Encoder an REC- und DEC-Achse
   war das Problem geloest,  nun fand ich die meisten gesuchten Objekte

2005 Eintritt in AVR- Rottweil wo ich weitere wichtige Informationen und gute Unterstuetzung erhalte

05.12.2005 Kauf eines Laptops, damit ich im Freien Bilder mit einer Webcam aufnehmen

   und das Teleskop ansteuern kann

2006 Kauf einer Webcam zur Beobachtung von Planeten,
   es kam jedoch keine grosse Freude auf, da die Bilder sehr unscharf waren

10.2006 Reinigung und Justage des Teleskops Celestron C8
   siehe extra Seite Celestron- C8 Justage,
   ab jetzt war die optische Qualitaet um eine Zehnerpotenz besser,
   erstmals konnte ich den Orionnebel M42 im gesamten Sichtfeld des 2“-35 mm-Okular sehen,
   davor sah ich nur einen hellen Fleck um die 4 Zentralsterne

07.12.2006 endlich leistete ich mir die Digitalkamera Canon EOS 30D mit zusaetzlichem Winkelsucher
   bei den ersten Aufnahmen von M42 zeigte sich, daß ab einer Belichtungszeit ab 90 sec
   sich die Sterne laenglich abbilden und eine Nachfuehrung auf einen Leitstern erforderlich ist!
   den Schritt mit mit der manuellen Nachfuehrung an einem Fadenkreuzokular wollte ich mir ersparen und habe mich fuer
   die automatische Nachfuehrung (Autoguiding) mit einem zusaetzlichen Teleskop (Leitrohr) mit einer Webcam entschieden

01.07 Kauf eines Lidl-Refraktor 70/700 kpl. mit Stativ und Montierung,
   wobei ich eigentlich nur den Refraktor als Leitrohr benoetigte,
   jedoch nun das Stativ als stabiles, gut einstellbares Fotostativ für die EOS30D nutzen kann

   Kauf der Relais-Box von ASTRO-ELECTRONIC, welche die Signale der Software Guidemaster
   an meine Vixen-DD1-Steuerung sendet,
   Umbau der Vixen-DD1-Steuerung und Anbau des Leitrohres ist in der Technik- Seite ausfuehrlich beschreiben

02.2007 div. Optimierungen durchgefuehrt:
   *   REC-Getriebe gereinigt
   *   Leitrohr Tesa in Okularauszug eingebaut
   *   Polsucher ueberprueft
   *   Optik des C8 selbst nochmals nachjustiert (Kollimation)

 
Ergebnis: erstmals bildeten sich die Sterne rund ab,
   es gelangen mir erste, fuer meine Verhaeltnisse, relativ gute Aufnahmen von meinen Traumobjekten
   dem Orionnebel M42 und dem Saturn

Wie mir Peter Knappert bestaetigte, kann ich nicht mehr aus dem C8 heraus holen

02.08.07 Kauf des Refraktors TMP Apo 80/480 und div. Adapter
   *   mit Reducer 0.8 - Tel Vue / Flattener
   *   stabiler Aufbau mit Original mit Rohrschellen von William Optik, Vixen- Leitrohrschellen
        und einer stabilen Aluplatte anstelle der bisherigen Leimholzplatte
   *   Optimierung der Nachfuehrung mit der Software Guidemaster
   *   Bildbearbeitung nach einem Einfuehrungskurs bei meinem Astronomiefreund Peter Knappert

02.02.08 Kauf der PowerFlex MTS-4S- Motorsteuerung,  
        mit folgenden Vorteilen gegenueber der bisherigen Loesung mit DD1- Steuerung und Relaisbox:
   *   Kommunikation mit dem Laptop
   *   automatische Erkennung und Kalibrierung der Montierungsparameter
   *   automatisches Spielausgleich der DEC-Achse!
   *   deutlich besseres Autoguiding
   *   schnelles Anfahren und Finden eines Objekts direkt aus der Astronomiesoftware Cartes du Ciel

24.04.08 Kauf einer bei der Firma Baader Planetarium astromodifizierten Digitalkamera Canon EOS 40D
        mit folgenden Verbesserungen gegenueber dem urspruenglich eingebauten Original Canon AA-H-alpha-Sperrfilter:
   *   Live-View mit 10-fachem Zoom,- viel einfacher zum Scharfstellen, erst jetzt werden die Bilder rel. scharf
   *   maximal erhoehte Halpha Empfindlichkeit
   *   hoehere Gesamtempfindlichkeit durch bessere Gesamttransmission sowohl in Amplitude als auch in Spektralbreite
   *   reduziertes Rauschen aufgrund der kuerzeren Belichtungszeit - bei gleichem S/N-Verhaeltnis
   *   bessere Schaerfeleistung durch Weglassen der in der Astrofotografie unnoetigen Antialiasing AA-Filterfunktion (Tiefpaßfilterung)
   *   geringerer Restfarbfehler bei Verwendung von gewoehnlichen KB-Objektiven durch steilere Blockung im UV und IR
   *   hoehere Aufloesung von 10 Megapixel gegenueber der EOS 30d mit 8 Megapixel
      

04.09.08 Kauf eines Canon Zoom-Teleobjektiv Canon EF 70-200/2.8 L USM
        ideal fuer Grossfeldaufnahmen

im August 2008 wollte ich M8, M20 und M16 usw. fotografieren,
in Mitteleuropa auf unserem Breitengrad von 48° noerdlicher Breite sind diese Objekte wegen der suedlichen
Position nur etwa 1 Stunde vor und nach der Kulmination optimal zu fotografieren,
da z.B. M20 im August schon um 23 Uhr kulminiert, bleibt nur etwa 1,5 Stunden um zu fotografieren,
solche Objekte werden eigentlich nur optimal, wenn man unter dem 40° Breitengrad fotografiert, zum Beispiel
Teneriffa oder Suedspanien,
das heisst, diese Objekte sind sehr nah am Horizont und nur im freien Gelaende, abseits der Zivilisation,
wo keine Fremdlichter stoeren, optimal zu fotografieren,
da habe ich von meiner Balkonsternwarte in der Stadt keine Chance

deshalb nahm ich das Angebot meines Astrofreundes Peter Knappert sehr gerne an und so ging ich erstmals
mit meiner Ausruestung ins Gelaende,

unsere erste gemeinsame Beobachtungsnacht hat mir viel Freude bereitet, obwohl ich mit meiner Ausruestung
noch div. Probleme hatte, wie z.B:
   *   Ausrichten der Montierung
   *   Leitstern in Webcam zentrieren
   *   Steuerung einige Male ausgestiegen

aus diesem Grund hatte ich mich entschlossen,
meine Ausruestung komplett zu ueberarbeiten und bis auf den sehr guten TMB-Refraktor alles zu erneuern:

   *   Autobatterie mit Ladegeraet und 12V-Laptop-Adapter
   *   Refraktor Astro-Professional ED ø 80/560 mit stabilem 10:1 Okularauszug
als Leitrohr
   *   Leuchtpunkt - Finder
   *   Vixen Klappspiegeleinheit, - direktes Umschalten vom Okular zu Webcam ohne deren Austausch
   *   beleuchtetes Fadenkreuzokular 12 mm
   *   CLS-und IDAS-Filter fuer Aufnahmen aus der Stadt
   *   Montageplatte mit Berlebach Prismenklemme fuer Haupt- und Leitrohr oder Teleobjektiv mit Foto
   *   Gegengewichte
   *   Alukoffer für die komplette Einheit aus Haupt- und Leitrohr

   *   Alukoffer für das Zubehoer

   *   Montierung Vixen GP-D2 mit hoeherer Traglast
   *   stabiles Berlebach- Stativ mit Tragetasche  
   *   Boxdoerfer MTS3-SDI-Steuerung mit Mikroschritt und Objektkatalog, welcher den
NGC-miniMAX-Astro-Computer ersetzt
   *   TMB-WO-Fattner, -> runde Sterne in den Bildecken
   *   schnellere praeziesere ESCAP-Antriebsmotoren
   *   Offaxisguider (OAG), -> Leitrohr ist ueberfluessig, besseres Guiding durch weniger Komponenten!
   *   Refraktor William Optics FLT-110/770 Triplet APO 3 Element Luftspalt, TMB-Design fuer kleinflaechige Objekte
   *   DMK 31AU03.AS USB mit Filterrad und Lumicon-LRGB-Filtersatz, als Planeten- und Guidingkamera
       uvm.

   *  gekuehlte CCD Kamera G2-8300 FW mit integriertem Filterrad mit ungefassten L-RGB+ha 12 nm-Filtern
       von
Moravian Instruments


ein weiterer Schwachpunkt war das Bearbeiten der Bilder,
        Peter Knappert erklaerte mir den neuesten Stand der digitalen Bildbearbeitung von Astrobildern,
        es ist erwaehnenswert, wieviel seiner kostbaren Zeit und wieviel Ausdauer Peter fuer mich verwendet,
        er beraet mich nicht nur bei der Bildbearbeitung, sondern auch bei dem Aufbau meiner Ausstattung,
        herzlichen Dank an Peter!


nun gelingen für meine Verhaeltnisse relativ gute Astronomieaufnahmen,
bestehend aus mehreren Langzeiteinzelaufnahmen addiert und bearbeitet


in nahezu jedem Astronomiebuch sind neben Sonne und Mond,
- die planetarischen Nebel, der Orionnebel M42, Pferdekopfnebel B33 und der Ringnebel M57,
- die Andromeda Galaxie M31 und die Whirlpool Galaxie M51,
- der Kugelsternhaufen M13 im Herkules,
- sowie bei den Planeten der Ringplanet Saturn und der Riesenplanet Jupiter (mit seinen bereits im Fernglas zu sehenden 4 Monden)
  abgebildet,

aus diesem Grund gelten diese Objekte fuer mich als Traumobjekte!
 

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